Achtung: BAföG-Engpässe 2014!

Moin liebe BAföG-Empfänger!

Das wichtigste zuerst: Ab dem Jahreswechsel bis weit ins neue Jahr hinein sind deutliche Verzögerungen bei der Bearbeitung der BAföG-Anträge abzusehen, sodass Studenten länger auf ihr Geld warten müssen und es in (hoffentlich "nur") Einzelfällen zu ziemlich leeren Konten und Kühlschränken kommen kann.

Jetzt kommt ein langer Text mit  vielen Details. Die wirklich wichtigen Sachen sind fett markiert, den Rest kann man sich auch in einer etwas ruhigeren Stunde zu Gemüte führen. Wir wollen euch aber so umfassend wie möglich informieren.

Der Hintergrund: Es gibt Neuerungen/Änderungen im SEPA-Verfahren und die erfordern im Winter eine neue Software für die BAföG-Anträge. Die Software trägt den schönen Namen BAföG21 und wird in einigen Bundesländern bereits seit Mitte des Jahres eingesetzt.

Die neue Software wird wahrscheinlich noch einige Fehler enthalten und die BAföG-Bearbeiter sind noch nicht alle mit ihr vertraut. Das verursacht dann im Winter Verzögerungen in der Bearbeitung der Anträge und Studenten müssen länger auf ihr Geld warten. Das ist zumindest ein Szenario, wie das Studentenwerk es erwartet.

In Gesprächen mit dem zuständigen Ministerium für Bildung in Wissenschaft (MBW) des Landes Schleswig-Holstein ist klar geworden, dass man dort mit deutlich geringeren Problemen rechnet, als sie von Studentenwerk und uns erwartet werden. Daher sieht man im MBW auch keinen Bedarf alle BAföG-BezieherInnen auf die möglichen Engpässe hinzuweisen.

Wir vom AStA und der BAföG-Beratung "Arbeiterkind" hingegen möchten euch über die erwarteten Probleme  informieren und immerhin daran appellieren, die BAföG-Anträge so früh wie möglich zu stellen, um einen Peak um den Jahreswechsel möglichst gering zu halten. Schadensbegrenzung also.

Denn das Studentenwerk kann sich nicht aussuchen, welche BAföG-Software es benutzt, es ist an die Weisung vom Ministerium gebunden.

Unser AStA-Vorsitz hat schon Gespräche mit Rolf Fischer, dem Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Bildung, geführt. Auch die Landes-Asten-Konferenz hat sich dem Thema angenomme und gemeinsam haben wir erreicht, dass die Einführung der neuen Software zumindest bis März 2014 verschoben wird, damit die Sachbearbeiter mehr Zeit zur Einarbeitung haben.

Das hilft denjenigen von euch, die wegen der Umstellung vielleicht trotzdem länger auf ihr Geld warten müssen und auf ein leeres Konto=leeren Kühlschrank gucken, eher wenig. Deswegen wollen sich der Senat und das Präsidium der Uni eine ausgefuchste Idee einfallen lassen, besondere Härten abzufangen und irgendwie die Durststrecke überbrücken zu können. Alle von euch, die wegen der Umstellung Probleme bekommen, sollen sich bei Prof. Westermann melden! Da hat er persönlich darum gebeten! Wir sind gespannt, was für eine Lösung er aus dem Hut zaubern kann. Bis 2014 sind ja zum Glück noch ein paar Monate Zeit, um aktiv zu werden.

Wir halten euch mit Informationen auf dem Laufenden. Sobald wir etwas erreicht haben, lassen wir es euch wissen. Bei besonders dringenden Fragen könnt ihr euch auch an (BAföG-AG@asta.uni-luebeck.de) wenden. Wir können euch aber nicht die BAföG-Beratung ersetzen ;)

Viele Grüße

Euer AStA und Arbeiterkind